Warum ich gerne Kindergottesdienst mache
obwohl ich keine Zeit dazu habe ...
Unsere Gemeinde erfreut sich aufgrund der Beliebtheit bei Familien inzwischen einer großen Kinderschar. Der evangelische Christ - und im Besonderen der mit kleinen Kindern - ist häufig ein "Gelegenheits-Frommer" und kommt eher unregelmäßig in den sonntäglichen Gottesdienst. Daraus ergibt sich der Wunsch, jeden Sonntag einen Kindergottesdienst anzubieten, um allen Eltern die Teilnahme am Hauptgottesdienst zu ermöglichen und um die Kinder mit dem Glauben vertraut zu machen. Diese Kindergottesdienste werden von ehrenamtlichen Helfern angeboten.
In einem Vorbereitungskreis mit Pfarrer Edgar Dusdal und Katechetin Dorit Hartmann treffen sich die Helfer alle 2 Monate und besprechen inhaltlich die kommenden Gottesdienste. Diese Treffen sind wie eine kompakte Bibelarbeit und es ist immer wieder interessant was "von früher" bei einem selbst noch hängen geblieben ist. Natürlich ist der Austausch mit den anderen ehrenamtlichen Helfern genauso wichtig. In diesen Treffen kann man sich auch mit anderen verabreden um zu mehreren einen Kindergottesdienst zu gestalten.
Im Kindergottesdienstes werden Lieder gesungen, man kann ein Rollenspiel vorbereiten, eine Geschichte vorlesen, etwas basteln usw. Zum Abschluß bilden wir meistens einen Kreis mit den Kindern und beten das Vater Unser. Das Interesse der Kinder ist meistens sehr groß und die Dankbarkeit der Eltern und Kinder ebenso. Ein Taufgottesdienst ist eine besondere Herausforderung, da man sich auf 20 und mehr Kinder einstellen muß. Manchmal erfordert es ein Thema, daß man einen Kindergottesdienst ausschließlich für Schulkinder anbietet. Dann kann man in der Ankündigung am Gottesdienstanfang darum bitten, daß die kleinen Kinder mit ihren Eltern in den Kleinkindraum gehen. Dort können sie spielen und die Eltern können über Lautsprecher dem Hauptgottesdienst folgen.
Die Leser dieser Zeilen haben sich schon langsam gedacht wohin die Reise geht ... natürlich ... Helfer gesucht ! Der Kreis der Helfer muß sich regelmäßig erneuern, da sonst irgendwann nur noch ein reines Kinderhüten angeboten werden kann. Das wäre schade ! Jeder ist willkommen mitzuhelfen, wer 2-3 Kindergottesdienste im Jahr gestalten kann trägt schon sehr viel bei. Die ersten Male sind in der Vorbereitung etwas aufwendiger, man bekommt aber schnell Routine. Material wie Liederbücher, Bastelbögen, Gebetstexte etc. ist reichlich vorhanden.
Alternativ zum Kindergottesdienst kann man sich auch bei der Kinderkirche oder beim Familiengottesdienst engagieren. In der Kinderkirche wird eine kindgerechte Liturgie direkt im Hauptgottesdienst angeboten, der Familiengottesdienst richtet sich an alle Generationen. Diese verschiedenen Formen stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Der Kindergottesdienst ist das Angebot, wenn im Hauptgottesdienst eine traditionelle Liturgie gefeiert wird. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß gute Kontakte zu katholischen Nachbargemeinden bestehen und das gemeinsame Aktivitäten im Bereich der Kinderarbeit geplant sind.
Zu allerletzt die Schattenseite des Helfer-Daseins: Wer den Kindergottesdienst hält, verpasst natürlich selbst die Predigt! Aber an anderen Sonntagen weiß man dann die eigenen Kinder gut betreut.
Interessierte melden sich bitte bei
Pfarrer E. Dusdal oder Till Sander (030/50379407), um das erste Treffen im neuen Schuljahr zu planen.
Till Sander