Paul-Gerhardt-Gemeinde/Berlin-Lichtenberg

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Lübeck und mehr - Bericht aus der Jungen Gemeinde

Fahrt der JG
 
Start für drei Tage Gemeinsamkeit und Thema „Mauern überwinden“:
5. März, 16.30 Uhr, Hauptbahnhof: zehn JGler - fünf weiblich, fünf männlich - und drei Überzwanzigjährige: Pfarrerin Goyn und Frau Kemal, Herr Siebenkotten (Theologiestudent und Praktikant in unserer Gemeinde).
 
Nach langer Fahrt mit dem ICE, in der Jugendherberge eingetroffen und endlich in den Betten fielen uns Mädels fast die Augen zu. Unseren fünf Herren ging es da ganz anders. Wir konnten es bei ihnen poltern und krachen hören. Der nächste Tag begann ziemlich früh um halb acht ganz gemütlich mit dem Frühstück im ziemlich leeren Speiseraum. Halb zehn trafen wir uns dann in einem der vielen Räume. Nach der Einführung in das Thema „Mauern überwinden“ haben wir jeder für sich aufgeschrieben, was wir damit verbinden. Und wir kamen darauf, dass es viele unterschiedliche Arten von Mauern gibt:  die, die Grenzen zwischen Menschen schaffen und Schutz geben, aber auch innere Grenzen z. B. Unsicherheit. Dann wurde in verteilten Rollen der Beginn einer Geschichte vorgelesen. Jeweils zu zweit überlegten wir, wie sie enden könnte. Die Ergebnisse der Überlegungen, über die wir diskutieren konnten, waren vielgestaltig.
Um halb zwölf waren wir schließlich fertig und machten uns auf den Weg in die Innenstadt zu einer Stadtführung. Lübeck überraschte uns alle sehr positiv. Wer denkt, Lübeck hat nicht mehr als Marzipan zu bieten, der täuscht sich. Lübeck zeigt als Weltkulturerbe sehr viele Facetten. Und besonders der Kontrast zwischen der Einkaufsstraße mit vielen bekannten Modemarken und den verträumten Häusern der Stadt war hervorstechend.
Die Stadtführung begann mit dem Besuch der „Schiffergesellschaft“, einer Bruderschaft, gegründet bereits 1401 „zu Hilfe und Trost der Lebenden und Toten und aller, die ihren ehrlichen Unterhalt in der Schifffahrt suchen“. Uns wurden in den Straßen viele versteckte Details gezeigt, auch in der Marienkirche mit einer der größten Orgeln der Welt. Anschließend hatten wir freie Zeit, um z. B. das Marzipanmuseum zu besuchen oder einfach durch die Stadt zu schlendern. Abends trafen wir uns alle wieder zum Essen.
Der zweite Tag gestaltete sich ähnlich. Nachdem wir uns nach dem Frühstück wieder zusammenfanden, um über unseren selbst geplanten Gottesdienst zu reden, bekamen wir unterschiedliche Aufgaben zur Gruppenarbeit. Dann gingen wir alle gemeinsam in das Kulturforum „Burgkloster“. Danach hatten wir wieder jede Menge Zeit, die wir für die unterschiedlichsten Dinge nutzen konnten. An diesem Abend wurden wir öfter als am vorigen ermahnt, etwas leiser zu sein.
Am nächsten Morgen vor der Abreise gab es eine Menge Hektik, um den Zug nicht zu verpassen – ein Zimmerschlüssel wurde vermisst. Doch am Ende fand sich alles wieder und wir kamen gut nach Berlin zurück.

Fazit: Trotz schlechtem Wetter eine Stadt mit viel Flair, für uns etwas teuer, aber gut, die Stadtführung interessant, aber das Kulturforum nicht so. Wir könnten etwas mehr „Thema“ verkraften.
Lina Klein