Laib und Seele
Im Januar 2010 ist „Laib und Seele“, eine Aktion der „Berliner Tafel e. V.“, der Kirchen und des „rbb“ bereits fünf Jahre im Gemeindebezirk "Zur Barmherzigkeit" tätig. Unsere Gemeinde gehörte damit zu den ersten Berliner Gemeinden, die sich an dieser Aktion beteiligten, die am 23. Dezember 2004 in der Marienkirche startete. Am 13. Dezember 2009 um 14.00 Uhr wird übrigens anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Aktion ein Dankgottesdienst mit den Bischöfen der evangelischen und katholischen Kirche in der Marienkirche stattfinden.
In unserer Ausgabestelle in der Eitelstraße 20 erfolgt seitdem jeden Donnerstag eine Lebensmittelausgabe an bedürftige Bürger. Im Durchschnitt kommen wöchentlich 100 Bedürftige, die für sich selbst und ihre Familien zur Entlastung ihrer knappen Haushaltskasse von den Supermärkten kostenlos abgegebene Lebensmittel in Empfang nehmen und dafür nur einen symbolischen Beitrag in der Größenordnung von 1 € pro Person entrichten. Daraus werden die Kosten der Ausgabestelle gedeckt, der Gemeinde entstehen keine weiteren Kosten. Hilfe zur Selbsthilfe ist bei der Arbeit ein wichtiger Aspekt, und über die Hälfte der Helfer sind selbst Bedürftige.
Die Gemeinde hat am Anfang das ehemalige Heizhaus mit einem Aufwand von etwa 6.000 Euro für die Ausgabe der Lebensmittel umbauen lassen. Später wurde ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern der Ausgabestelle das gesamte Gemeindegrundstück modern und behindertengerecht gepflastert. Die Ausgabestelle beteiligt sich kontinuierlich an den Betriebskosten der Gemeinde.
Anfangs wurden die Waren aus etwa 18 Geschäften mit Privat-PKW abgeholt und auch die Reststoffe so abtransportiert. Dabei gab es oft große Probleme, da das Transportvolumen nicht ausreichend war und auch immer wieder Verschmutzungen der dafür nicht geeigneten Privatfahrzeuge auftraten, ganz abgesehen von dem unvertretbar hohen Organisationsaufwand bei der Koordinierung so vieler Abholer, denn die Lebensmittel abgebenden Geschäfte bestanden zu Recht auf einer hundertprozentigen Einhaltung der vereinbarten Abholtermine. Seit über vier Jahren kann die Ausgabestelle nun dafür den Kleintransporter des Evangelischen Friedhofsverbundes Friedrichsfelde/Karlshorst/Mahlsdorf nutzen. Dafür dankt die Gemeinde dem Leiter des Friedhofsverbandes, Herrn Bernd Thürling, und seinen Mitarbeitern, die so jede Woche einen Tag auf die Nutzung des Fahrzeuges verzichten. Als Kostenbeteiligung erfolgt lediglich monatlich eine Betankung mit Kraftstoff.
Die Gemeinde bedankt sich auf diesem Wege auch bei ihren Mitgliedern und allen anderen Helfern, die sich seit vielen Jahren mit einem beträchtlichen Teil ihrer Freizeit engagiert an der Arbeit der Ausgabestelle beteiligen. Es wäre schön, wenn sich weitere Gemeindemitglieder für die Mitarbeit an dieser wichtigen Aufgabe interessieren würden. Frau
Pfarrerin Goyn steht als Ansprechpartner für Interessierte stets zur Verfügung.
Siegfried Grube, Wolfdieter Kraus, Annelie Sawall