Wie geht es weiter im Bezirk "Zur Barmherzigkeit"?
Am 20. September 2009 fand im Anschluss an den Gottesdienst in der Eitelstraße eine Gemeindeversammlung statt. In der Debatte ging es in erster Linie noch einmal um das Für und Wider der vom GKR gefassten Entscheidung, die Gottesdienststelle dort aufzuheben und das Grundstück zu veräußern. Der sich daran anschließende zweite Gesprächsgang war der Darstellung der Konzepte der potentiellen Käufer vorbehalten.
Nachdem nun der Kreiskirchenrat dem Antrag des Gemeindekirchenrates zugestimmt hat, werden wir am 3. Januar 2010 in der Eitelstraße den letzten Gottesdienst feiern. Aus diesem Grunde werden an diesem Tag in den anderen Kirchen auch keine Gottesdienste angeboten.
Sowohl die Sozialdiakonische Jugendarbeit als auch die Evangelische Freikirche haben den Wunsch angemeldet, das Gebäude zu nutzen. Wer letztlich den Zuschlag enthält, darüber wird der GKR zu gegebener Zeit entscheiden.
Mit seiner Entscheidung, dass das Gebäude in eine andere christliche Trägerschaft übergehen soll, verbindet der Gemeindekirchenrat die Hoffnung, dass im Weitlingkiez auch für unsere Gemeinde neue Wege beschritten werden können. Sowohl durch die Sozialdiakonische Jugendarbeit als auch durch die Evangelische Freikirche würden wir auf dem Gebiet unserer Gemeinde Einrichtungen Raum geben, die Entwicklungspotentiale mitbringen, die uns letztlich allen zugute kommen. Beide stehen Kooperationen mit uns aufgeschlossen gegenüber, die Berliner Tafel wie auch Seniorenkreise hätten weiterhin Heimstätte in der Eitelstraße und es gäbe die Möglichkeit, im Familien- und Jugendbereich neue Wege zu beschreiten. Es gilt auch hier das Jesuswort: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ Den neuen Nutzern wünschen wir, dass sie durch ihre Arbeit neue Frucht im Weitlingkiez bringen.
Edgar Dusdal, geschäftsführender Pfarrer