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Amalien-News

Pressemitteilung vom 29.01.09

Veröffentlicht von Anke Krause (akrause) am 08.02.2009
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Geldspritze aus der Apotheke

Apotheken-Kunden spenden für die Restaurierung der denkmalgeschützten Amalien-Orgel in der Kirche Zur Frohen Botschaft in Berlin-Karlshorst - Die HOWOGE schließt sich mit einer Spende an

Spende für AmalienorgelFünf Karlshorster Apotheken veranstalten jährlich in der Vorweihnachtszeit die Aktion „50 Cent Spende pro Kalender“. Bei der kostenlosen Abgabe von Kalendern für das neue Jahr erbitten sie von ihren Kunden eine Spende für ein jährlich wechselndes Projekt. Zum Jahresende 2008 wurden die Spenden für die Restaurierung der denkmalgeschützten Amalien-Orgel in der Kirche zur Frohen Botschaft in Berlin-Karlshorst erbeten.

Am 29. Januar 2009 gaben Vertreterinnen und Vertreter von Marksburg-Apotheke, Rheinstein-Apotheke, Karlshorster Apotheke, Treskow-Apotheke und Sonnenschein-Apotheke an der Orgel das Spendenergebnis der jüngsten Sammlung bekannt: Eintausend Euro - nach einer Aufrundung der Spendensumme durch die Apotheken, wie die runde Summe erkennen ließ. Einen Scheck in dieser Höhe erhielten Kantorin Beate Kruppke, Pfarrrer Edgar Dusdal und der Vorsitzende des Förderkreises Amalien-Orgel e.V., Dr. Franz Bullmann.

Für die Restaurierung setzt sich auch die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE ein. In ihren zwölf Geschäftsstellen liegen die Spendenaufrufe aus, auf ihrer Homepage wirbt sie für das Projekt. Jetzt übergab sie ihrerseits einen Scheck in Höhe von fünfhundert Euro als Beitrag zur Deckung der Kosten der Restaurierung.

Bei der kleinen Veranstaltung dankten die Spendenempfänger herzlich. Beate Kruppke stattete ihren Dank mit einem kleinen Orgelspiel ab. Geber und Beschenkte waren sich einig, dass sie nicht nur zum Erhalt eines einzigartigen Berliner Kulturguts beitragen, sondern durch die Spendenaktion auch helfen, das letzte Zeugnis der Berliner Orgelbaukunst des 18. Jahrhunderts einem größeren Publikum nahezubringen.


Die Amalien Orgel

Die Amalien Orgel wurde 1755 für die Prinzessin Anna Amalia gebaut und für sie im sogenannten Balkonzimmer des Berliner Stadtschlosses aufgestellt. 1764 erwarb die Prinzessin ein Gebäude Unter den Linden, dort, wo heute die Russische Botschaft steht. Wahrscheinlich 1767, nach dem Umbau des Palais, ließ die Prinzessin die Orgel dorthin umsetzen. Nach ihrem Tode 1787 wurde das Instrument an die Schloßkirche in Buch verschenkt. 150 Jahre später, 1939, ging es an den Berliner Synodalverband über. Die Orgel sollte jetzt in der Nikolaikirche aufgebaut werden, wurde aber zunächst einmal kriegsbedingt eingelagert, zuletzt 1943 im Keller der Berliner Münze. 1956 ermöglichte dann Probst Heinrich Grüber die Schenkung der Orgel an die Karlshorster Kirchengemeinde. Die hatte gerade ihre Kirche nach zehnjähriger Nutzung als Lagerhalle durch die sowjetischen Streitkräfte, ihrer Inneneinrichtung entledigt und somit auch ohne ihre Orgel, zurückerhalten.

1960 wurde die Amalien-Orgel an ihrem heutigen Standort aufgestellt. Sie ist die älteste erhaltene Orgel Berlins. Sie ist das letzte Zeugnis der Berliner Orgelbaukunst des 18. Jahrhunderts. Ihre musikalische Qualität ist heute eingeschränkt. Deshalb hat eine Kommission unter Einbeziehung namhafter Orgelexperten ein sorgfältig abgestimmtes Restaurierungskonzept erstellt. Gemeinde und Förderkreis Amalien-Orgel e.V. werben um Spenden zur Finanzierung. Eine Mitfinanzierungszusage der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin in Höhe von 443.000,- Euro hat den Durchbruch gebracht. Die Gesamtfinanzierung ist aber nicht möglich ohne Spenden wie diejenigen der Karlshorster Apotheken und der HOWOGE.


Mehr über die Amalien-Orgel im internet unter www.amalien-orgel.de


Berlin, den 29. 01. 2009

Zuletzt geändert am: 08.02.2009 um 10:44

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