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Bach im Konzert II

Es gehört zu den bekannten Eigenarten Johann Sebastian Bachs, dass er bestimmte Stücke aus seinen Kantaten zu neuen Anlässen und mit neuem Text, wiederverwendet bzw. neu bearbeitet hat. Hintergrund ist in vielen Fällen das Bestreben, die Musik, die ihm selbst wichtig schien, welche aber (wie bei den Kirchenkantaten) nur alle paar Jahre oder gar (wie etwa bei Festmusiken für den königlichen Hof) nur einmal verwendbar war, durch Umarbeitung in Oratorien und Messen einem regelmäßigen Gebrauch zuzuführen.

Die bekanntesten Resultate dieser Umarbeitungen sind das Weihnachtsoratorium und die Hohe Messe in h-Moll. Aber auch die vier kleineren "lutherischen" Messen (nur aus Kyrie und Gloria bestehend) enthalten einige der schönsten Stücke aus Bachs Kantaten. Diese Messen dauern etwa eine halbe Stunde und konnten (anders als die h-Moll-Messe) im Gottesdienst aufgeführt werden. Unter ihnen ragt die g-Moll-Messe musikalisch besonders heraus – ein wunderbar elegisch-fließendes Kyrie, ein virtuoses Gloria (in Moll!), Solo-Arien von meditativem und tröstendem Charakter machen das Werk zu einem emotionalen Erlebnis.

Die ausdrucksstarke Kantate 131 "Aus der Tiefen" und die bekannt /beliebte doppelchörige Motette "Der Geist hilft unserer Schwachheit auf" bilden zusammen mit der Messe ein gehaltvolles Programm, zu dem wir herzlich einladen.

KMD Matthias Elger

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