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Lieber Blech blasen als Blech reden

Bläser-Nachwuchs gesucht

Die Orgel in der Erlöserkirche erklingt in neuem Glanz

Orgel ErlöserDie Schuke-Orgel aus dem Jahre 1940 gilt zu Recht als eines der wichtigsten Instrumente der Region. Sie ist die größte Orgel im Kirchenkreis und wird sehr häufig – zu Gottesdiensten, Konzerten, Sonderveranstaltungen – gespielt. Historisch gesehen markiert sie den Übergang vom "romantischen" Klangideal zur Neugewinnung des hellen, strahlenden Barock-Klanges, der in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts stattfand. Dieser Platz "an der Schwelle" macht den ganz individuellen Reiz dieser Orgel aus: weiche, "romantische" Register verbinden sich mit hellen Mixturen und Zimbeln zu einer gelungenen Synthese. Auch die prachtvoll strahlenden Klänge behalten immer – noch begünstigt durch die akustischen Eigenschaften der Kirche – eine gewisse Wärme, die den Hörer unmittelbar einnimmt.

Seit Jahrzehnten steht die Sanierung der Orgel auf der Tagesordnung. Aber erst durch die Gesamtrenovierung der Erlöserkirche bekamen diese Pläne eine realistische Grundlage. Im Jahr 2010 konnte nun – dank der Unterstützung des Kirchenkreises und großzügiger Privatspender – eine große Etappe der Instandsetzung der Orgel bewältigt werden. Viele verschlissene Teile – vor allem Ledertaschen, Bälge, Kegel – wurden ausgetauscht bzw. repariert. Die Orgel wurde grundlegend gereinigt; alle Pfeifen wurden herausgenommen, durchgesehen, einige mussten repariert werden. Nach dem Wiedereinbau wurden sie neu intoniert und gestimmt.

Das Ergebnis dieser Arbeiten spiegelt sich bereits unmittelbar im Hörerlebnis wider. Viele Besucher des Bachkantaten-Gottesdienstes am 17. Oktober haben berichtet, dass ihnen der "neue" Klang der Orgel aufgefallen ist.

Die geleisteten Reparaturen machen – grob geschätzt – etwa 40 Prozent des Gesamt-Sanierungsbedarfes aus. Die gesamte Elektrik bleibt noch zu erneuern, einschließlich des kompletten Neuaufbaus des Spieltisches (der aber in seiner historischen Gestalt erhalten bleiben soll). Schließlich sind noch Arbeiten am Gehäuse und am Äußeren der Pfeifen erforderlich, um auch bezüglich des Erscheinungsbildes der Orgel dem "Zahn der Zeit" entgegenzuwirken.

Es wird angestrebt, die Sanierung der Orgel im nächsten Jahr weiterzuführen. Dazu sind Spenden herzlich willkommen; sie können über das Kirchenbüro eingezahlt werden.

Schon jetzt aber ist die Orgel ein besonderer Faktor im immer dichter werdenden Veranstaltungsplan der Erlöserkirche. Die Gewinnung neuer Perspektiven durch die tiefgreifende Verbesserung der Spielfähigkeit ist ein Grund zu großer Freude und Dankbarkeit.

KMD Matthias Elger
 

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