Blog Facebook YouTube

Klima auf der Kippe

Können wir die Klimakatastrophe noch verhindern?

Die Jahre 2018 und 2019 haben die drohende Klimakatastrophe ins Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit befördert. Hitzewellen, Dürren und verheerende Waldbrände, auch in Europa und Deutschland, sowie eine weltweite Klimabewegung haben das Thema auf die Titelseiten gebracht und die notwendige Debatte angestoßen, ob und wie wir die Klimakatastrophe noch verhindern können. Die Erderwärmung beschleunigt sich immer weiter, wie die verheerenden Brände in Australien und der extrem milde Winter in Deutschland auf beängstigende Weise verdeutlichen. Doch die Verpflichtungen des Pariser Klimavertrages werden nicht eingehalten und die Treibhausgasemissionen haben sich sogar weiter erhöht.

Es muss jetzt sehr viel schneller und radikaler gehandelt werden, um eine sich selbst verstärkende Aufheizung der Erde und die irreversible Zerstörung der Lebensgrundlagen noch zu verhindern. Es geht längst nicht mehr um Null Emissionen bis 2050, sondern um Null Emissionen bis spätestens 2035, wie Wissenschaftler und Klimabewegung fordern. Insofern sind der "Kohleausstieg", das Klimapäckchen der Bundesregierung und der Green New Deal der Europäischen Union, obwohl gerade erst beschlossen, schon nicht mehr ausreichend und nicht auf der Höhe der Zeit.

Eher symbolische Klimapolitik und zusätzliches grünes Wachstum werden nicht ausreichen, um das Klima- und Erdsystem noch im lebensfreundlichen Bereich zu stabilisieren.

Grafik ErderwärmungDer Titel der ersten Veranstaltung im März 2021 lautet deshalb: Klima auf der Kippe. Es wird ein allgemeinverständlicher Überblick zum aktuellen Stand der Klimaproblematik gegeben. Die Entwicklungen bei den Treibhausgasemissionen, beim  CO2-Gehalt der Atmosphäre, bei der Abnahme der Kapazität der natürlichen CO2-Senken (z.B. durch Abholzung und Waldbrände) werden skizziert und Wechselwirkungen und Verstärkungen  im Klimasystem dargestellt. Drohende Kipppunkte werden benannt und die Gefahr einer verselbständigten Erderwärmung wird erläutert.

Die zweite Veranstaltung im April trägt den Titel: Mit symbolischer Klimapolitik in die Katastrophe. Sie beschäftigt sich mit dem bisherigen Versagen der Klimapolitik gegenüber Macht- und Wachstumszwängen und zeigt, dass auch Klimapaket, Green New Deal und CO2-Steuer in ihrer bisherigen Form nicht ausreichen und eher Wege aus der Wachstumskrise, denn Wege aus der Klimakrise sind. Was wäre tatsächlich notwendig, um die Emissionen in zehn Jahren zu halbieren und möglichst schnell klimaneutral zu werden? Wie könnte solch eine "Große Transformation" aussehen und wie ein Sofortprogramm, dass die Klimakatastrophe noch verhindert? Kann eine breite Koalition der Vernunft noch rechtzeitig umsteuern und Wege aus der Krise finden?

Die dritte Veranstaltung im Mai heißt Ungerechtigkeit im Treibhaus - Rebellion für das Leben. Um was geht es bei dem vieldiskutierten Begriff Klimagerechtigkeit? Was bedeutet unsere verschwenderische Wirtschafts- und Lebensweise für die Armen der Welt und für die kommenden Generationen?  Was können, was sollen und was müssen wir tun? Letztlich beginnt Veränderung immer mit Entscheidungen von Einzelnen, mit Gefühlen, wie Angst oder Zorn, mit Mut. Einige literarische Texte sollen dieser Ebene Raum geben und Mut machen zur "Rebellion für das Leben".  

Die drei Veranstaltungen finden am 24. März, 21. April sowie am 19. Mai jeweils um 19:30 Uhr in der Kirche "Zur frohen Botschaft" statt. Inhaltlich gestalten wird sie der Autor und Journalist Jürgen Tallig, der bereits durch verschiedene Veröffentlichungen seine Kompetenz bezüglich des Themas unter Beweis gestellt hat.

Ich freue mich auf drei anregende, nachdenkliche und aktivierende Abende

Edgar Dusdal

Gottesdienste Veranstaltungen Gemeindemagazin Suchen Kontakt Impressum Zum Forum...